Europäischer Kardiologenkongress: starkes Übergewicht während der Schwangerschaft erhöht Risiko für spätere erhöhte Sterblichkeit

An der Universität Aberdeen konnten Daten von Erstgebärenden der Jahre 1950 – 1976 ausgewertet werden. Es fand sich eine allgemein erhöhte Sterblichkeit bei Frauen bei denen im Rahmen der Schwangerenerstuntersuchung ein BMI von 30 oder mehr gemessen worden war. Ganz allgemein bestand eine erhöhte Häufigkeit für Herzerkrankungen.

Gebäralter: Deutsche Frauen im EU-Durchschnitt

Aktuelle statistische Zahlen:
Nach neuen Informationen des Statistischen Bundesamts hat die absolute Zahl der Frauen, die bei der Geburt 35 Jahre oder älter waren, zwischen 2002 und 2012 um 4% zugenommen (von 131.000 auf 147.000). Die Geburtenzahl ging in diesem Zeitraum insgesamt von 719.000 auf 674.000 zurück.

Das heißt, die deutschen Frauen liegen hier im europäischen Durchschnitt von 22%. In 7 anderen europäischen Ländern waren mehr als 22% der Mütter bei Geburt älter als 35 Jahre. So lag dieser Anteil in Irland bei 30%, in Italien 33% und in Spanien 34%.

Neue Nachweismethode von Trisomie 21 – Morbus Down im mütterlichen Blut

Seit ca. 15 Jahren ist bekannt, dass kurze zellfreie fetale DNA-Fragmente (cffDNA) im mütterlichen Blut kreisen. Da diese kurzlebig sind können sie eindeutig der aktuellen Schwangerschaft zugeordnet werden. Komplette fetale Zellen, kann man noch lange nach einer Schwangerschaft im mütterlichen Blut finden. Daher konnte man mit ihnen kein brauchbares Diagnostikverfahren entwickeln.

Mit Hilfe neuer Sequenziertechniken besteht nun ein nichtinvasives Verfahren eine Trisomie 21 zu diagnostizieren. Im Vergleich zur bisher praktizierten Chorionzottenbiopsie und der Amniozentese ist die Aussagekraft des Bluttests zur Zeit noch geringer, da er nur auf Trisomie 21 testet. Andere chromosomale Störungen sind derzeit noch nicht diagnostizierbar. Der große Vorteil ist, dass die Blutabnahme bei der Mutter natürlich keinerlei Fehlgeburtsrisiko hat. Bei den gegenwärtig praktizierten Verfahren liegt dieses zwischen 0,5 und 1,0 Prozent. Die Forscher gehen davon aus, dass in Zukunft viele, krankheitsverursachende Mutationen in einem bestimmten Gen, die in einer Familie zu einer Erbkrankheit geführt haben, durch eine mütterliche Blutentnahme zu erkennen sein werden.

Der „Gencheck“ rückt damit in erreichbare Nähe. Es wird eine breitangelegte gesellschaftliche Diskussion entstehen in wieweit das technisch Machbare geregelt werden soll.

Quelle: gyne 06/2012 S 17 – 18 Pressemitteilung lifecodexx.com Kommentar Dr. med. Imma Ros

Warum Abnehmen vor Krebs schützen kann

Schon länger ist bekannt, dass Entzündungsprozesse krebsfördernde Wirkungen haben können. In aktuellen Studien konnte gezeigt werden, dass die Entzündungswerte im Blut durch Abnehmen und Sport gesenkt werden können.

Epidemiologen schätzen, dass ca. ein Viertel der Krebserkrankungen weltweit durch Bewegungsmangel und Übergewicht verursacht werden. Gesichert ist dieser Zusammenhang für Brustkrebs, Darm- und Speiseröhrenkrebs. Bei Gebärmutterkörperkrebs gilt Übergewicht bei 50% der Erkrankungen als Ursache. Als Risikofaktor hat man in erster Linie einen chronisch-entzündlichen Zustand des Fettgewebes erkannt. Von den Entzündungszellen im Fettgewebe werden entzündungsfördernde Botenstoffe abgegeben die einen anregenden Effekt auf die Krebsentstehung haben. Es ließ sich ein Ansteigen der entzündungscharakteristischen Biomarker mit Ansteigen von Alter und Übergewicht nachweisen.

Um „einen aktiven Beitrag zur Krebsprävention zu leisten“ untersuchte die Epidemiologin Prof. Cornelia Ulrich von Deutschen Krebsforschungszentrum und dem nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg, zusammen mit amerikanischen Wissenschaftlern, ob sich bei übergewichtigen Frauen die Entzündungswerte durch Sport und/oder verminderter Kalorienzufuhr reduzieren ließen.

Die Forscher untersuchten 439 übergewichtige Frauen ein Jahr lang. Nach dem Zufallsprinzip wurde sie in drei Studiengruppen und eine Kontrollgruppe eingeteilt. Man fand heraus: Je größer der Gewichtsverlust umso stärker sank der Wert des CRP (C-reaktives Protein). Frauen die nur zusätzlichen Sport betrieben ohne Gewichtsabnahme erreichten ebenso wie Frauen aus der Kontrollgruppe (unveränderte Lebensführung) keine Verminderung ihrer Entzündungswerte.

Frau Prof. Ulrich fasst zusammen: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Übergewichtige mit einer Lebensstilveränderung viel Gutes für sich tun und ihr Krebsrisiko senken können. Eine Reduktion der CRP-Werte um 40% oder bei den Frauen, die erheblich Gewicht abgenommen haben, sogar um die Hälfte, lässt sich sonst nur mit Medikamenten erreichen. Und diese Medikamente haben Nebenwirkungen, die eine gesunde, fettarme Ernährung und Sport nicht haben. Unser Ergebnis beweist, dass sich bereits verhältnismäßig moderate Abnehmerfolge von fünf bis zehn Prozent des Körpergewichts drastisch auf krebsfördernde Faktoren im Körper auswirken.“

Quelle. DKFZ,07.05.2012; Cancer Research 2012. DOI: 10.1158/0008-5472.CAN-11-3092

Toys for Tanzania

wie wir (Waisen)-Kinder zu Weihnachten eine Freude machen können

  • Wie es begann:soziales-img1
    Im Herbst 2013 beriet meine Familie ob und wenn ja wohin wir eine gemeinsame Familienreise machen könnten. Die Mädchen wünschten sich die „wilden Tiere“ zu sehen. Daraufhin fragten wir Herrn Gernhardt, der schon seit über 20 Jahren regelmäßig nach Afrika, v.a. nach Tansania fährt und dort zahlreiche Hilfsprojekte installiert hat, um Rat. Ich spendete ihm mein noch gut funktionierendes und tropentaugliches Gerät für Tansania, als ich ein neues Ultraschallgerät kaufte.
    Er stellte uns, zusammen mit Alladin Kaiwanga, eine Reiseroute zusammen, die uns durch 6 Nationalparks bis hin nach Sansibar führen sollte. Es war eine wunderbare Reise mit sehr vielen nachhaltigen Eindrücken. Tansania ist eines der ärmsten Länder der Welt. Wir besuchten u. a. Schulen und ein großes Krankenhaus. Wir fanden sehr einfache Bedingungen vor. Immer wieder überlegten wir und diskutierten mit Alladin wie man den Menschen helfen könnte oder eine Freude machen könnte. Als wir auf einem Markt einen großen Berg gebrauchte z.T. zerrissene Kuscheltiere sahen entwickelten wir die Idee gebrauchte Spielsachen zu sammeln und nach Arusha zu schicken. Als Rotarier hat Alladin ein erprobtes Netzwerk um die entsprechenden Kinder zu finden. Arusha liegt zwischen dem Kilimanjaro und den Nationalsparks Serengeti und Ngorongorokrater.
  • Wie es funktioniert:
    Wir bitten Sie bis zum 15. November 2014 gut erhaltende, saubere, nicht zu große und schwere Spielzeuge in der Praxis in Greifenberg, Hauptstr. 55c abzugeben. Wir verpacken die Spielsachen zusammen mit Weihnachtspapier und kleinen Karten in große Kartons und versenden sie an den Rotary Club Arusha. Als Projektverantwortlicher wird Alladin Kaiwanga mit Jugendlichen Einzelpakete verpacken. In einer kleinern Feier im Waisenhaus werden die Päckchen übergeben – ausgewählt wurde das Samarit Village Orphanaeg, dort leben Kinder im Alter zwischen 7 Monaten und 18 Jahren.
  • Wir sammeln:
    einfache Puppen mit Kleidern, kleine Kuscheltiere, Bälle, Fußbälle, kleine funktionierende Autos.
    Bitte kein Playmobil, kein Lego oder ähnlich komplexe Spielsachen aus kleinen Teilen.